Wir im Einsatz

Unsere Tierhilfe-Norddeutschland ist ein Ort an dem alle Tiere ein neues Zuhause finden können. Egal ob groß oder klein, Haustier oder Exot. Die folgenden 2 Beispiele verdeutlichen dies am besten. Vor einiger Zeit haben wir einen Anruf von einem Krankenhaus erhalten. In ihrem Lüftungsschacht hatten sich Entenküken hinein verirrt und wären ohne Hilfe dort auch verendet. Sie wurden befreit und kamen dann zu uns auf den Hof der „Tierhilfe Norddeutschland“. Hier haben sie nun ein neues Zuhause gefunden und können in Ruhe in einer naturbelassenen Umgebung aufwachsen und in ein erfolgreiches Entenleben durchstarten. Sie watscheln glücklich umher und nutzen ihre kleine Wasserschale für ausgiebige Badetouren. Wir danken allen Beteiligten für ihre Hilfe!

Aber wie bereits erwähnt, finden auch große Tiere bei uns eine Zuflucht. So hat zum Beispiel Ivan unser neuster Zugang einen Platz auf Lebenszeit bei uns erhalten. Es handelt sich dabei um einen ca 20 Jahre alten Kamelhengst. Bis vor einigen Tagen lebte er noch in einem Zirkus. Aufgrund der dort vorherrschenden Haltungsbedingungen wurde er vom Veterinäramt beschlagnahmt. Es ist kein großes Geheimnis das für die meisten Zirkustiere leider nicht die Möglichkeit besteht artgerecht untergebracht zu werden und ein tierfreundliches Leben zu führen, da sowohl der notwendige Platz fehlt als auch dass das natürliche Verhalten der Tiere von ihnen nicht ausgelebt werden kann. Besonders drastisch war dies bei Ivan. Er wurde kurz an der Kette gehalten und war somit dazu genötigt den Großteil des Tages im Liegen zu verbringen. Dadurch hatten sich seine Muskeln zurückgebildet und seine Knochen deformiert, was sich nun in seinen O-Beinen zeigt. Auch der Ernährungszustand von Ivan ist noch kritisch. Er ist sehr abgemagert und dadurch geschwächt. Aber schon die ersten paar Tage in seinem neuen Zuhause haben unser Herz erwärmt. Er wirkt deutlich erleichtert dem Zirkus entkommen zu sein und nun frei herum laufen zu können. Er liegt zwar noch viel herum und mümmelt dabei sein Heu aber ab und zu erkundet er sein neues Gehege und trottet dann von einem saftigem Grün zum Nächstem. Alles in allem hoffen wir das sich Ivan schnellst möglich bei uns erholt und er dann sein neues Leben als gesundes und glückliches Kamel beginnen kann.

Ivan vor einer Woche noch beim Circus
Ivan zieht bei uns ein…
Großer Arztbesuch bei Ivan

Vor kurzem haben wir Ivan, unseren Neuzugang aus einem Zirkus befreit. Sein Allgemeinzustand war aber erschreckend. Er hat zwar inzwischen deutlich zugenommen, jedoch hat er auch stark deformierte Knochen, welche wir noch einmal von einem fachkundigen Tierarzt überprüfen lassen wollten. Am 23.06. war es endlich soweit. Nach langem Herumtelefonieren haben wir fachkundige Leute gefunden die Narkose/Narkoseüberwachung, Röntgen und Sohlenpflege druchführen konnten. Es war wirklich nicht leicht 4 Leute und ein gemeinsames Datum zu finden an dem alle Zeit haben. Jedoch hat es nun endlich geklappt und Ivan wurde Vormittags in Narkose gelegt. Es dauerte ein wenig und dann lag er schon auf der Seite und konnte untersucht werden. Als erstes wurde er geröntgt um zu sehen was es mit seinen ungewöhnlich großen Gelenkschwellungen auf sich hatte.

Es hatte sich herraus gestellt das aufgrund von falscher Haltung sich seine Knochen und Gelenke so verformt und entzündete  hatten, sodass Ivan nun eine fortgeschrittene Arthrose in den Gelenken hat. Durch ausbleibende medizinische Versorgung hatte sich diese über die Jahre hinweg immer weiter verschlimmert, bis er zuletzt nicht mehr wirklich laufen konnte. Nach dieser Untersuchung wurden noch seine vereiterten Sohlen und seine eingewachsenen Klauen behandelt.

Auch wenn wir jetzt Gewissheit über seinen Gesundheitszustand haben und alles best mögliche getan wurden um seine Schmerzen beim Gehen zu verringern, wird Ivan leider für den Rest seines Leben Schmerzpatient bleiben. Diese können jedoch gut mit Medikamenten behandelt werden. Jedoch zeigt es auch leider wie weit es Mensch erst kommen lassen müssen bis einem wehlosem Geschöpf geholfen wird. Wird möchten uns deshalb nochmal bei allen Beteiligten für ihre Hilfe bedanken und hoffen das Ivan jetzt den Umständen entsprechend in einen glücklichen und sorglosen Lebensbend starten kann.

Erneuter Fall von Tiermisshandlung

Im Jahr 2010 wurden wir auf eine Weide mit verwahrlosten Pferden aufmerksam gemacht. Mit Amtlicher Erlaubnis holten wir die verhungerten Pferde unverzüglich zu uns. Leider musste ein Pferd noch vor Ort auf der Weide eingeschläfert werden,da es zu schwach war um aufzustehen. (Fernsehbeitrag). Zwei weitere Pferde wurden auf unserem Hof erlöst ,da sie keinen Lebenswillen mehr hatten und zu schwach waren um aufzustehen. Kurz nach diesem Fall wurde an Friederike L. ein Pferdehalteverbot erteilt.

Heute, 4 Jahre später, hat uns ein Anruf erreicht über den wir sehr schokiert sind. In der Wohnung von Friederike L. wurde eine fast leblose, verhungerte Katze gefunden.
Die hilflose Katze wog zu diesen Zeitpunkt lediglich 1 Kilo, ihre Ohren waren komplett vereitert, dadurch hat sie Gleichgewichtsstörungen bekommen und war nicht mehr in der Lage vernünftig zu laufen. Außerdem ist ihr Kiefer verschoben, vermutlich durch einen gezielten Schlag.

Die Frau, welche sich eigentlich nur kurz um die Katze kümmern sollte, hat sie zu sich genommen und ist mit ihr sofort zum Tierarzt gefahren. Dieser hat versichert, dass die Katze schon sehr lange leidet und die Probleme nicht von heute auf morgen gekommen sind.

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Nun päppelt die Familie der Finderin die Katze liebevoll auf.
Die Tierarztrechnungen liegen bis jetzt schon bei rund 200 € und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Der Katze geht es inzwischen schon etwas besser, jedoch hat die Familie leider selbst kaum Geld um weitere Tierarztbehandlungen bezahlen zu können. Daher suchen wir auf diesem Wege nach Tierfreunden, welche der kleinen Katze helfen wollen und für sie spenden.

Wir haben uns mit dem Amt in Verbindung gesetzt und werden alles mögliche in die Wege leiten, damit Friederike L. nie wieder einem Tier Leid zufügen kann. Ebenfalls werden wir eine Anzeige wegen Tierquälerei erstatten.

Storchenalarm

Zwei Störche haben vergangene Woche bei uns für Aufruhr gesorgt. Einer der Störche wurde uns von einem besorgten Mann gebracht. Er hatte Probleme mit seinem linkem Flügel und konnte nicht fliegen. Wir haben ihm einen Teil des Stalles schön warm eingerichtet. Ein wenig Futter und Wasser stellten wir dem verletzten und erschöpften Tier zur Verfügung.
Am nächsten Morgen sah der Storch viel besser aus. Er hat gefressen und konnte sich gut aufrichten. Durch den Storchenbeauftragten haben wir erfahren, dass wir den Storch in die Tierklinik Rostock bringen können. Dort gibt es Spezialisten, die sich darum kümmern.
In der Tierklinik wurde der Storch sofort untersucht. Eine Prellung des linken Flügels wurde diagnostiziert.

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Im Rostocker Zoo wird der Storch wieder aufgepäppelt und sobald er fit und die Verletzung verheilt ist, kann er wieder in die Freiheit entlassen werden.

Der andere Storch hatte leider nicht so viel Glück. Er flog in Ulrikenhof in eine Stromleitung, welche nicht gut gesichtert war. Ein lauter Knall war zu vernehmen und zwei Frauen eilten zur Unglücksstelle. Sie legten den lebenden Storch in Decken, damit er es warm hat. Nach dem Anruf der Frauen haben wir uns sofort auf den Weg gemacht. Aber als wir ankamen, war der Storch leider schon verstorben, sodass jede Hilfe zu spät kam.

Wir sind froh, dass wir einem Wildtier das Leben retten konnten und gleichzeitig traurig und wütend, dass es ein weiterer Storch nicht geschafft hat. Er hätte überlebt, wäre die Stromleitung gut und richtig gesichert gewesen.

Wir helfen „hundkatzemaus“

Im Februar war Frank Weber, engagierter Tierschützer von hundkatzemaus, bei uns zu Besuch. Ein junges Paar hat sich bei ihm gemeldet. Sie haben ein Kalb gerettet,

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welches in einem unzumutbarem Unterstand gehaust hat und allein zurückgelassen wurde. Leider können sie es nicht bei sich versorgen und suchten über hundkatzemaus ein neues Zuhause für das junge Kalb.

Also hat sich Frank Weber auf den Weg zur Tierhilfe Norddeutschland gemacht und Nadine Gronek gefragt, ob wir helfen können.

Lange gezögert hat Nadine nicht. Sie hat mit Frank Weber alles besprochen und sie haben sich so schnell es ging auf den Weg gemacht um Yvonne, so wurde das süße Kalb spontan benannt, zu retten.

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Nach langer Fahrt haben wir Yvonne zusammen mit Frank Weber abgeholt und zu uns auf den Hof geholt. Hier haben wir sie langsam an Marta und Frieda, unsere beiden Färsen, gewöhnt und mittlerweile leben sie hier zusammen auf eine unserer großen Weiden.

Wehrloser Mischlingsrüde vor sicheren Tod gerettet

Am 21.11.2014 wurden wir wieder einmal Zeuge wie unverantwortlich und grausam manche Menschen doch mit unseren geliebten Vierbeiner umgehen. Wir bekamen einen Anruf vom Amt Bad Doberan. Es hieß eine Frau hätte einen Hund gefunden. Soweit so gut, denn mit umher laufenden Streunern oder entlaufenen Hunden sind wir öfters konfrontiert. Doch als uns die genauen Umstände des Fundes berichtet wurden, gefror uns allen das Blut in den Adern und zeigte wieder einmal dass es leider immer noch Menschen gibt, für die Tiere nichts weiter als Gegenstände sind. Und genau dieses Schicksal musste auch der gefundene Mischlings-rüde am eigenem Leib erfahren. Achtlos weggeschmissen, wie Unrat den man nicht mehr braucht. Er wurde in einen Sack gestopft, verschnürt und ohne jede Skrupel in der Kälte zurückgelassen. Doch glücklicherweise hatte eine aufmerksame Mitbürgerin den Sack gesehen in dem sich der Hund befand. Als sie feststellte, dass sich der Sack bewegte, schaute sie nach und dabei kam ihr der kleine Hund entgegen.

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Er hatte also Glück im Unglück, dass es noch Menschen mit einem Herz für Tiere gibt die nicht einfach die Augen verschließen wenn ein wehrloses Geschöpf Hilfe benötigt.

Für uns wird es immer ein Rätsel bleiben, wie manche Menschen so etwas einem Tier antun können. Denn er wurde einfach zum sterben zurückgelassen.

UPDATE: Katzenbaby gerettet
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Am Sonntag entdeckten wir zwei stark unterkühlte Katzenbabies in unserer Welpenklappe. Sie hatten ihre Augen geschlossen und die Nabelschnur hing noch an ihrem Körper. Das heißt, dass sie maximal einen Tag alt waren, als wir sie gefunden haben.
Schnell haben wir sie ins Warme gelegt und in eine Decke eingemuckelt. Ihnen wurde direkt Milch angeboten und sie haben sofort getrunken, worüber wir sehr glücklich waren.
Leider hat sich eines der Babies ungewöhnlich verhalten und wir sind mit ihm zum Tierarzt gefahren. Dieser hat alles in seiner Macht stehende versucht um dem Katzenbaby zu helfen.

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Kurz nachdem wir bei uns auf dem Hof angekommen sind, ist es eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht.
Sein Geschwisterchen hat die ersten Nächte gut überstanden und es wird aktiver. Es trinkt auch sehr gut.
Wir sind sehr traurig, dass wir den Kampf um ein Baby verloren haben und überglücklich, dass es ein Baby geschafft hat.
Immer wieder fragen wir uns, wer so etwas tut. Es ist schön, dass sie nicht direkt umgebracht wurden, aber ein Leben ohne Katzenmutter ist für die Kleinen sehr schwer.

UPDATE:

Dem Kätzchen geht es richtig gut. Es hat an Gewicht zugenommen und langsam öffnet es auch seine Augen.Wir haben sie auf den Namen Pippa getauft.
Vielen lieben Dank für die zahlreichen Spenden.

Armer Jack Russel

Dieser hübsche Jack Russel Terrier wurde am Sonntag, dem 06.07.2014, bei uns abgegeben, der Besitzer ist unbekannt.

Sofort fiel uns auf, dass etwas mit seinem linken vorderen Bein nicht stimmte. Am
Montag sind wir mit ihm direkt zum Tierarzt gefahren. Nach einem Röntgenbild war die Diagnose niederschmetternd. In der Wachstumsphase hat sich die Fuge des einen Knochen zu schnell geschlossen. Der andere Knochen war noch nicht ausgewachsen und so bog er sich, als er wuchs. Dadurch entstand die Fehlstellung im Bein.

Soweit hat der Hund keine Schmerzen, doch ist es wahrscheinlich, dass er im Alter Arthrose bekommt.
Wir beraten uns nun und holen uns verschiedenen Meinungen von Spezialisten ein, um zu entscheiden, was das Beste für den Hund ist.

Waschbären-Alarm
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Mutterlos und sehr abgemagert wurden diese drei hübschen Waschbären auf einem Dachboden gefunden. Die Finder entschieden sich, die drei kleinen Racker mit der Flasche aufzuziehen.
Dies ist ihnen sehr gut gelungen und nur dank der aufopferungsvollen Aufgabe der Aufzucht der Waschbären haben diese überlebt.

Hier erwartet sie ein spannendes und artgerechtes Leben in einem großen Gehege, welches noch nicht ganz fertig gestellt ist.

Ausgesetzte Vögel

Vor einigen Tagen wurden diese vier wunderhübschen Nymphensittiche vor unserer Tür in einem kleinen Käfig im Regen ausgesetzt. Ihnen ging es den Umständen entsprechend gut.
Einem der vier hübschen Vögel fehlten Feder an Hals und Nacken. Ursache ist wahrscheinlich wenig Freiflug und übermäßig viel Liebe, d.h. das Männchen hat das Weibchen zu stark geputzt, sodass es Federn verlor.
Nun leben sie bei uns in der Voliere zusammen mit den Wellensittichen.
Es geht ihnen richtig gut und sie genießen ihr Leben.